Mehr als nur Kochen

Ein Erfahrungsbericht von Bruno Schlatter, Zürich

Gutes Essen liebte ich schon immer, die Küchenarbeit schon weniger. Nach zwei gemeinsamen Kochkursen mit meiner Frau im Piemont, sieht das schon etwas anders aus. Zugegeben für den ersten Kurs musste sie mich, den „Kochmuffel“, überreden. So betrachtete ich beim ersten Kochen das quirlige Treiben der engagierten Frauen und Männer am Herd, mit einem Glas Weisswein in der Hand, abwartend aus der zweiten Reihe. Doch bald zog es auch mich an die Pfannen. Unter Irenes humorvollen Anleitungen, mit ihrem eigenen „ Appenzeller Charme“, entdeckte ich doch einige Kochgeheimnisse. Jetzt wage ich mich auch zu Hause mit Spass ans Kochen. Maria ist es zwar lieber das ich aufräume und den Tisch decke, als das ich am Herd stehe. Aber mit einer kreativen Vorspeise und dem Dessert darf auch ich ab und zu bei unseren Gästen mit einem Gang aus Irenes Repertoire punkten. Ja, Irenes Kurse im Piemont sind echte Highlights unserer kulinarischen Ferientage im traumhaft gelegenen Gästehaus mitten in den Reben. Was für ein Genuss die selber zubereiteten mehrgängigen Menus in einer gemütlichen Runde zu geniessen. Ohne Abwasch und Aufräumen. Und am anderen Morgen steht das reichhaltige Frühstücksbuffet schon bereit und Irene fragt: „Wer will Kaffee…..“

Traumlandschaft Piemont

Das andere Highlight ist das Piemont selber. Was für eine Gegend, ein Juwel nur wenige Stunden von der Schweiz entfernt. Dank Freizeit, und den von Irenes Mann Hardy, organisierten Abstecher zu den renommierten Weinkellereien der Gegend, gibt es viel zu sehen. Selbstverständlich können sie ihr Freizeitprogramm auch selber gestalten. Städte wie Alba, Asti oder eine Rundreise mit ihrem Wagen durch die Reben zu den imposanten Burgen und pittoresken Dörfer, sind lohnenswerte Ziele . Auch das zu Fuss erreichbare Nizza Monferrato ein typisches italienisches Kleinstädtchen voller Charme ist sehenswert. Flanieren sie unter historischen Bögen, den Portici , geniessen sie das bunte Marktreiben, und verpassen sie auf keinen Fall den „ Aperitivo“ mit den wunderbaren Häppchen Nachher machen sie es wie Maria,, legen sie sich einfach mit einem Buch in den Garten und geniessen die Aussicht unter der Nachmittags Sonne.